Filialkirche St. Margarethen dringend sanierungsbedürftig

In Sichtweite des modernen medizinischen Kurzentrums Bad Vigaun erhebt sich die in ihrer äußeren wie inneren Baugestalt überaus reizvolle spätgotische Filialkirche St. Margarethen. Urkundlich erstmals im Jahr 1444 erwähnt, wird dieser Ortsteil heute nach der Kirche benannt. Der in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts erfolgte Neubau des Gotteshauses erklärt sich nicht nur aus edlem Spendergeist, sondern wird vor allem durch die Zugkraft der damals hochverehrten Bauernpatronin, der heiligen Margareta, verständlich. Die Kirche war, im Vergleich zur Vigauner Pfarrkirche, in der die männlichen Heiligen des bäuerlichen Gemeinwohls verehrt wurden, gleichsam deren frauliche Ergänzung: Es war das Heiligtum der weiblichen Nothelfer des Bauernstandes.

Der Legende nach soll das Kirchlein von einer reichen Weißwarenhändlers Witwe aus Hallein erbaut worden sein. Sie hätte demnach den Bau "verlobt", nachdem Ihr Schiff, das mit einer wichtigen Fracht beladen war, aus dem Orient glücklich den Hafen Venedig erreicht hatte. Tatsächlich dürften beträchtliche finanzielle Mittel für den kostspieligen, reich mit Marmor ausgestatteten Bau geflossen sein, die eine arme Landgemeinde wie Vigaun zur damaligen Zeit nicht hätte aufbringen können.

Bis ins 17. Jahrhundert barg die Kirche eine der ältesten Kalksteinstatuen Salzburgs: die um 1400 entstandene Figur der hl. Margareta (später in Verwahrung, 1930 vom Land Salzburg angekauft). Abgesehen von diesem ursprünglichen Kultgegenstand zeugen heute noch zahlreiche Votivbilder von der einst lebhaften, wallfahrtsmäßigen Verehrung der hl. Margareta an dieser Stelle, die vor allem als Schutzpatronin gegen Ungeziefer (Engerlinge und Insekten) angerufen wurde.

 

Das heutige stilvolle Aussehen wurde dank des Spendeneifers der Bevölkerung bei der letzten Kirchenrenovierung unter Pfarrer Franz Brunauer in den Jahren 1976/77 erzielt. Nach nunmehr 42 Jahren hat Wind und Wetter dem Kirchenkleid außen und der Lauf der Zeit der Filialkirche innen reichlich zugesetzt. Die Wendeltreppe zur Empore führt derzeit zu einer kaputten Orgel. Und so sieht man auch beim Aufstieg zum kleinen Dachreiterturm auf dem Weg zur Muttergottesglocke aus dem Jahr 1666, das entsprechend desolate Mauerwerk.

 

Als sehr beliebte Kirche für kleinere Hochzeiten und Taufen erfreut sich die Kirche bis heute einen bedeutenden Zulauf von nah und fern. Unsere Kurgäste aus dem nahen medizinischen Zentrum Bad Vigaun schätzen diesen besonderen Ort des Gebetes. Jeden Samstag feiern wir Hl. Messe im Vorabendgottesdienst unter aktiver Teilnahme der Bevölkerung von St. Margarethen. So wollen wir für die nächsten Jahre unsere Filialkirche nicht nur erhalten, sondern für die späteren Generationen retten. Mittels Spendenzahlschein den es im Pfarramt gibt, hoffen wir auf zahlreiche Unterstützung. Im Pfarrgemeinderat und Pfarrkirchenrat werden wir im Speziellen über weitere Schritte zur Filialkirchen Sanierung beraten und die Pfarrgemeinde zeitnah darüber informieren. Wir bitten höflich die Bevölkerung wie vor 42 Jahren um ihre Unterstützung, damit wir und viele Menschen sich an diesem Tennengauer sakralen Bauwerk und Gotteshaus im Gebet und Gottesdienst weiterhin erfreuen können.

Diakon Kurt Fastner MSc

 

Spendenkonto für die Renovierung der Filialkirche in St. Margarethen

Raiffeisenbank Bad Vigaun

IBAN: AT 26 3502 2000 0301 1293

BIC: RVSAAT2S022

WIR DANKEN ALLEN SPENDERN FÜR DIE UNTERSTÜTZUNG